Posts mit dem Label Familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. Juni 2012

Wenn Kinder sterben

Der Tod eines Kindes ist besonders schrecklich, weil er nicht natürlich ist. Oft leiden Kinder oder Jugendliche unter sehr seltenen, schleichend schlimmer werdenden und lebensverkürzenden Erkrankungen.

Da bleibt kaum Kraft für Geschwister und Partner, viele wenden sich zudem von der Familie ab, weil sie mit der Situation nicht umgehen können.

Die Arbeit der ambulanten und stationären Kinder-Hospizdienste rückt von der Diagnose bis in die Trauerzeit die ganze Familie ins Zentrum.

Ambulante Kinder-Hospizdienste unterstützen die Familien daheim. Oft über mehrere Jahre hinweg entlasten sie, hören zu, beschäftigen sich mit dem kranken Kind.

In stationären Kinderhospizen können Familien für einige Wochen durchschnaufen, sich austauschen, Entlastung und Entspannung genießen. Auch sterben können Kinder und Jugendliche dort.

Im DIAK-Radio sprach ich mit Flora Asseyer vom Kinderhospizdienst Karlsruhe und Landkreis und Sabine Kraft, Geschäftsführerin Bundesverband Kinder-Hospiz, Freiburg über Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten, deren Familien, den Umgang mit solchen Situationen als Außenstehender und über Kinderhospizdienste.








Am 7. März 2012 erschien mein Artikel über eine Veranstaltung im Rahmen der Hospizwochen Bad Rappenau zum gleichen Thema mit Sabine Kraft in der Kraichgau Stimme:








Donnerstag, 31. Mai 2012

Island mit Kindern

In der DIAK-Radio-Sendung vom 17. November 2011 moderierte ich nicht, sondern war bei Wolfgang Wegner "Gast im Studio" zum Thema Island.

Im folgenden Ausschnitt erzählte ich ein bisschen über "Das Island-Reisebuch für Kinder".





Gabriele Schneider: Das Island-Reisebuch für Kinder
Borsdorf: 2011, ISBN 978-3-86468-062-5, € 12,90
(Signierte Exemplare -zuzügl. Porto- bei der Autorin)

Freitag, 20. April 2012

Duftsäckchen

Vor ein paar Jahren kam mein damals achtjähriger Neffe für eine Woche zu Besuch in den Kraichgau. Einmal kauften wir in einem Drogeriemarkt ein. Nebenbei zeigte ich Jakob, wie man Parfums testet, indem man aus der Testflasche ein wenig auf kleine Papierstreifen sprüht. Er fand das überhaupt nicht spannend. Im Gegenteil. Er motzte und meckerte, was das Zeug hielt. Schließlich stinkt Parfum ja fast unerträglich. Für echte Jungs zumindest.

Trotzdem blieb er neben mir stehen und wartete geduldig, wenn auch naserümpfend. Ungefähr bei der zwanzigsten Testsprühung rief Jakob plötzlich: „Boah, das riecht ja voll cool. Das musst Du unbedingt kaufen!“ Glücklicherweise hatte auch ich mich spontan in den mir bislang unbekannten Duft verliebt, und so wandelten wir aromengeschwängert zur Kasse.

Daheim stellte ich den Flakon auf die Kommode im Badezimmer. In den nächsten Tagen passierte Seltsames, ja beinah Mystisches: Der Inhalt des Fläschchens nahm zusehends ab, obwohl ich noch nichts davon verwendet hatte. Hin und wieder, immer dann, wenn Jakob in der Nähe war, glaubte ich einen angenehm frischen, gar nicht jungenhaften Duft aus seiner Richtung zu erschnuppern. Ich fragte den Knirps danach.

„Ach, weißt Du“, antwortete der, „immer, wenn ich auf dem Klo sitze, sprühe ich ein bisschen Parfüm in die Luft. Naja, es könnte vielleicht schon irgendwie sein, dass ich mich dabei ganz aus Versehen manchmal selber treffe.“ Aus Versehen, klar.

Jakobs Ferien gingen irgendwann zu Ende. Am Abreisetag besprühte ich einen Wattebausch mit dem begehrten Gut, deponierte diesen in einem Plastikbeutel mit Zipp-Verschluss und schenkte Jakob das Tütchen.

In Kassel angekommen, sprudelte es aus Jakob heraus, kaum dass wir zur Tür herein waren: „Ich habe von Opa ein Lego-Flugzeug bekommen und einen Drachen, von Gabi ein Buch und eine Sonnenbrille.“

Dann machte er eine kleine Pause, um in fast feierlichem Ton hinzuzufügen: „Aber wisst Ihr, was das aller-aller-allerschönste Geschenk war?“ Und zog das Säckchen mit dem duftenden Inhalt aus der Hosentasche.